Stefanie Neubeck

Alleine auswandern nach Litauen, als Deutscher

Inhaltsverzeichnis

Ich hab mein Auto gepackt und bin nach Litauen gefahren. Alleine. Ohne Plan. Und bevor du jetzt denkst, das klingt nach so einer inspirierten Frau, die alles im Griff hat. Ich wusste nicht mal, wie das Land aussieht. Ich hab im letzten Moment eine Landkarte eingesteckt. Eine Landkarte. Wer macht denn sowas noch. Aber von vorne.

Auswandern als Deutsche: So fing alles an

Warum mir Deutschland irgendwann zu eng wurde

Mir war eng geworden in Deutschland. Nicht die Wohnung, nicht die Stadt — irgendwie in mir drin. So ein Gefühl, das du nicht erklären kannst, aber das jeden Tag lauter wird. Du funktionierst, du machst deinen Job, du kriegst alles hin. Aber abends sitzt du da und denkst: Irgendwas stimmt hier nicht. Und du kannst nicht mal sagen, was. Du weißt nur, dass du so nicht weitermachen willst. Kennst du das? Dieses Gefühl, dass alles okay ist — aber nichts sich richtig anfühlt?

Der Moment, wo der Plan größer wird als gedacht

Ich bin selbstständig, ich kann theoretisch von überall arbeiten. Und irgendwann hab ich angefangen, mein ganzes Setup umzubauen. Laptop gekauft, iPad verkauft, alles so hingebogen, dass ich flexibler bin. Der Plan: raus in die Natur, nicht mehr an diesen einen Schreibtisch gebunden sein. Dass dieses Umbauen der Anfang von etwas ganz anderem war — das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Viele, die als Deutscher auswandern, kennen genau diesen Moment. Den Moment, wo aus einem kleinen Wunsch plötzlich ein echter Aufbruch wird.

Warum Litauen und wie eine Google-Suche meine Auswanderin als Deutsche alles entschieden hat

Kein Reiseführer. Keine Recherche. Nur eine Frage an Google.

Okay, das klingt alles andere als romantisch, aber Litauen war eine Google-Suche. Einfach nur eine Google-Suche. Ich wollte wild campen. In Deutschland ist das quasi überall verboten. Also hab ich gegoogelt: In welchen Ländern darf man noch einfach irgendwo sein Zelt aufschlagen? Baltikum. Und wenn du von Deutschland über Polen fährst, kommt Litauen zuerst. Ich hab gesagt: Ich nehm das erste Land.

So fängt auswandern als Deutscher manchmal an

Kein Reiseführer, keine Recherche, ich wusste nicht mal, was die Städte heißen. Ich hab eine Karte eingesteckt und bin losgefahren. Nicht mit einem großen Plan. Mit einer Google-Suche und dem Mut, einfach loszufahren. Meine Mutter wäre stolz. Oder auch nicht. Wahrscheinlich eher nicht.

Heidi, ChatGPT und eine Campingmatratze

Mein Auto, meine Begleiterin, mein Zuhause auf Zeit

Mein Auto heißt Heidi. Hyundai i20. Klein, nicht glamourös, aber meine Begleiterin. Klingt vielleicht albern, seinem Auto einen Namen zu geben. Aber wenn du alleine fährst, brauchst du halt jemanden zum Reden. Und Heidi hat sich nie beschwert.

Das Setup, das aussieht wie es klingt

Weil es im April in Litauen nachts unter null geht, hab ich Heidi umgebaut. Getränkekisten rein als Unterbau, Bretter drüber, Gästematratze obendrauf. Glamour pur. Aber es war warm, ich konnte liegen, es hat funktioniert. ChatGPT hat mir übrigens gesagt, wie man sowas baut.

So sieht auswandern als Deutscher im Jahr 2026 aus. Improvisiert, pragmatisch, und irgendwie perfekt.

Über die Grenze und warum dieser Moment alles verändert hat

Der Schiss vor der Grenze, den ich niemandem erzählt hab

Ich war noch nie mit meinem Auto im Ausland. Das muss man sich mal reinziehen. Noch nie. Ich hatte so einen Schiss vor dieser Grenze nach Polen. Herzklopfen, Kribbeln im Bauch, eine Mischung aus Schiss und Aufregung, die du nicht auseinanderhalten kannst. Ich hatte mich null vorbereitet. Einfach Navi auf Polen gestellt und gefahren.

Durchgefahren. Und dann kam das Kribbeln.

Und dann bin ich so unspektakulär über diese Grenze gerollt, dass ich fast enttäuscht war. Kein Scan, kein Stoppschild, keinen hat mein kleiner Hyundai interessiert. Einfach durchgefahren.
Aber was danach in mir passiert ist — das war alles andere als unspektakulär. Ich sitze in meinem Auto, fahre über polnische Straßen und plötzlich wird mir klar: Ich mache das gerade wirklich. Ohne Absicherung, ohne Plan B. Genau so fühlt sich auswandern als Deutscher an, wenn du es wirklich durchziehst. Wie der mutigste Moment deines Lebens.

Nicht naiv. Nur spontan auswandern als Deutsche.

Der Unterschied, den die meisten nicht machen

Ja, ich bin spontan losgefahren. Aber ich bin nicht blöd losgefahren. Da ist ein Unterschied — und den darfst du dir merken. In Polen hab ich mir erstmal ein Airbnb genommen. Runterkommen, Karte angucken, orientieren. Ich hab mir eine App runtergeladen, auf der Leute ihre Campingspots markieren. Seen, Wälder, absolut ab vom Schuss. Zehn Stunden Grey’s Anatomy offline aufs Handy. Pfefferspray in der Jackentasche. Taschenlampen verteilt.

Nicht weil ich in Panik war, sondern weil vorbereitet sein nichts mit Angst zu tun hat. Das verwechseln Leute unglaublich gern. Besonders wenn du eine Frau bist, die sowas alleine macht.

Dann heißt vorbereitet sein plötzlich: Siehst du, es IST halt gefährlich. Nein. Es heißt einfach: Ich bin nicht doof. Wer als Deutscher auswandert — spontan, alleine, ohne großen Plan — der lernt das schnell.

Warum alleine auswandern als Deutsche?

Die Frage, die mich die ganze Reise verfolgt hat

Warum alleine? Hast du keinen, der mitkommt? Keinen Partner? Hast du denn keine Freunde? Ich schwöre dir, der Unterton war jedes Mal derselbe: Die Arme. Die hat halt niemanden.
Ich hab Freunde. Ich hab Menschen, die mich lieben. Aber diesen Weg — den musste ich alleine gehen. Nicht weil niemand mitkommen wollte. Sondern weil ich wissen wollte, ob ich das kann. Ob ich mir selbst genug bin.

Was auswandern als Deutscher mit dir macht

Alleine über die Grenze. Alleine in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche. Alleine in einem umgebauten Hyundai mit einer Campingmatratze. Und ich konnte es. Weißt du, was das mit dir macht? Wenn du merkst, dass du dir selbst reichen kannst? Als Deutscher auszuwandern — alleine, ohne Netz, ohne Absicherung — das verändert, wie du Entscheidungen triffst. Was du dir gefallen lässt. Wer du bist, wenn niemand zuschaut.

Bist du auch an dem Punkt, wo du weißt: So geht es nicht mehr weiter?

Dann lass uns reden. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst — und was dein nächster Schritt sein könnte. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck. Nur ein ehrliches Gespräch.

Über Stefanie Neubeck

Ich begleite Menschen in Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen. Ich erkenne, wo jemand innerlich festhängt, warum Entscheidungen schwerfallen und weshalb Veränderung genau da abbricht, wo sie eigentlich beginnen sollte.

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